Filtermechanismen im Internet schwächen unser kritisches Denken
Technopedia.com gibt die folgende Definition für eine Filterblase (aus dem Englischen übersetzt):
„Filter Bubble ist die intellektuelle Isolation, die entstehen kann, wenn Websites Algorithmen verwenden, um selektiv anzunehmen, welche Informationen ein Nutzer sehen möchte, und dem Nutzer dann Informationen entsprechend dieser Annahme zukommen lassen.“
Einfach gesagt:
- Deine Filterblase ist deine persönliche Informationswelt, in der du online lebst.
- Was du darin vorfindest, hängt davon ab, wer du bist, was du tust und was du magst.
- Dies definiert, was sich in deiner Filter Bubble befindet – du entscheidest aber nicht darüber und bemerkst diesen Vorgang vielleicht auch nicht.
Die Verbesserung der verschiedenen Plattformen, Webseiten und deren Algorithmen führte dazu, viel über die User-Welt zu erfahren. Der digitale Fußabdruck lässt die „Innenwelt“ der interagierenden Menschen besser und besser kennenlernen. Der offensichtliche Vorteil für sie: das zu bekommen, was „man will“. Das können Angebote für digitales Shopping genauso sein wie vorbereitete Schlagzeilen des Tages oder Musikvideos, entsprechend dem persönlichen Geschmack.
Der Nachteil dabei: Unser kritisches Denken wird so nicht gestärkt, sondern im Gegenteil möglicherweise deutlich reduziert.
Diese Einschränkung einer wichtigen Kompetenz kann zu individuellen Nachteilen führen. Denn unsere persönliche Filterblase produziert vielleicht etwas, von dem andere mehr haben als wir selbst.