Der Halo Effekt als schwer akzeptierbares Faktum
„Das passiert mir doch nicht.“ Eine häufige Reaktion auf Beispiele wie diese. Der Punkt ist: es passiert ständig – im privaten Bereich ebenso wie im Geschäftsleben. Phil Rosenzweig beschreibt in seinem Buch „The Halo Effect“ eindrucksvoll, welche verzerrten Schlussfolgerungen im Unternehmensbereich an der Tagesordnung sind. Er ist ebenso regelmäßig in der Medienberichterstattung zu finden.
Beispiel Apple: Im Ranking des Magazins Fortune erreichte es 2008 zum ersten Mal die Spitzenposition der World’s Most Admired Companies, die es viele Jahre behielt. Interessant dabei: Das Unternehmen wurde auch in anderen Kategorien an die Spitze oder knapp darunter gewählt, etwa bei Innovation, Produktqualität, Personalführung, Managementqualität oder sozialer Verantwortung. Wie wahrscheinlich ist es, dass eines von Millionen Unternehmen überall besser als alle anderen ist?
Positive Assoziationen werden oft auf verschiedene Weisen übertragen und überbewertet. Dies gilt besonders bei charismatischen Persönlichkeiten wie etwa Steve Jobs.Die schnelle Übertragung eines positiven Merkmals kann unsere Urteilsfähigkeit beeinträchtigen. Das kann sich auf viele Bereiche des Lebens auswirken. Durch den Prozess der nachträglichen Rationalisierung fällt es in der Regel auch nicht schwer, Gründe dafür zu nennen, warum Apple etwa bei der sozialen Verantwortung top ist.
Bewerbungsgespräche, Produkt- bzw. Verpackungspolitik oder persönliche Beziehungen: alles Bereiche, in denen uns der Halo Effekt in die Irre führen kann.