Feedback und seine Wurzeln
In über 20 Jahren als Führungskraft habe ich eines gelernt: ie Menschen im Team sind entscheidend für den Erfolg der Organisation. Die Kommunikation mit ihnen ist der Schlüssel dazu. Als verantwortliche Person kann ich durch gelungene Interaktion viel erreichen – und gleichzeitig alles zerstören. Entscheidende Elemente wie Zielausrichtung, Klarheit, Motivation und Vertrauen hängen davon ab, wie gelungen ich den Dialog mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestalte.
Feedback ist ein klassisches Instrument dabei.
Die Bedeutung des Wortes geht auf die Funktionsweise von Systemen zurück. Man versteht darunter eine zielgerichtete Steuerung eines technischen, biologischen oder sozialen Systems durch Rückmeldung der Ergebnisse, wobei die Eingangsgröße durch Änderung der Ausgangsgröße beeinflusst werden kann. Die Analogie der Input-Output-Relation lässt sich dann in den Unternehmenskontext übertragen. Ein bestimmtes Verhalten (etwa in Äußerung oder Tat) wird von jemand anderem (etwa der Führungskraft) erkannt und interpretiert, häufig in einem Ursache–Wirkungs-Zusammenhang. Die Rückmeldung an die Person, die das Verhalten gesetzt hat, soll in der ursprünglichen Bedeutung objektiv und neutral sein.
Die Interaktion zweier Menschen kann so Weiterentwicklung fördern. Es hängt daher viel von gelungenem Feedback ab – was sind praktische Herausforderungen dabei?