Interkulturelle Führung: Zusammenfassung und Empfehlungen
Die Erfahrungen von Anna mit zwei verschiedenen Führungskräften zeigen, dass interkulturelle Führung eine herausfordernde Tätigkeit ist. Es gibt zahlreiche Faktoren, die den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen – wie etwa diese Elemente:
- Kommunikationsstile,
- unterschiedliche Arbeitsethik und Einstellungen,
- Entscheidungsfindungsprozesse,
- Lösung von Konflikten,
- Erwartungen an die Rolle der Führungskraft.
Tom und Stefan unterschieden sich stark darin, wie sie ihre eigene Position als Expat gegenüber ihrem Team vor Ort definiert haben. Solltest du die Möglichkeit haben, internationale Teams zu leiten, stellt das eine großartige Chance mit vielen Gelegenheiten zu lernen dar. Die folgenden Empfehlungen lassen sich aus Annas Bericht ziehen, die dir dabei helfen können, verschiedene Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen.
- Entwicklung einer offenen Haltung gegenüber neuen Kulturen:
- an einem interkulturell sensibilisierenden Workshop teilnehmen,
- regelmäßige Feedback-Sitzungen halten, um Ethnozentrismus zu vermeiden oder zu reduzieren,
- die kulturellen Besonderheiten des Teams verstehen und respektieren.
- Bewusst auf Feedback hören:
- aktive Suche nach Beispielen, die deine Annahmen in Frage stellen,
- einen Außenstehenden hinzuziehen (etwa einen Coach oder Sparringspartner), um blinde Flecken und alternative Perspektiven zu erkennen.
- Förderung und Wertschätzung einer offenen Diskussion:
- Vielfalt im Denken und täglicher Praxis fördern,
- deinen eigenen kulturellen Hintergrund reflektieren und den des jeweiligen internationalen Umfelds.
- die sozialen Praktiken erkennen , die die Rollen des Teams und des Einzelnen beeinflussen.
- Diversität und Inklusion unterstützen:
- Strategien und Praktiken implementieren, die die kulturelle Vielfalt unterstützen,
- ein integratives Umfeld fördern, in dem alle kulturellen Hintergründe wertgeschätzt werden.
- Mentorenschaft und Betreuung bereitstellen:
- Teammitglieder bei der Anpassung an ein neues interkulturelles Umfeld beraten,
- die Ressourcen zur Verfügung stellen, um sie bei der Bewältigung kultureller Herausforderungen zu unterstützen.
Wir haben bei diesem Fall auch gesehen, wie wichtig es ist, spezifische Biases zu erkennen und zu überwinden, um in einer global vernetzten Wirtschaft erfolgreich zu sein. Indem wir unsere eigenen Verhaltensweisen und möglichen Vorurteile hinterfragen und offen für neue Perspektiven sind, können wir nicht nur effektiver führen, sondern auch eine inklusive und produktive Arbeitskultur schaffen.Solltest du dich noch nie mit kognitiven Verzerrungen beschäftigt haben, ist unser Kurs „Einführung in die Welt der Unconscious Biases“ ein guter Einstieg!
Erfolg in und mit internationalen Teams braucht eine Auseinandersetzung der Führungskraft mit ihren eigenen Verhaltensmustern, Werten und Biases. Effektive interkulturelle Führung basiert darauf – starke, widerstandsfähige und innovative Teams können so entstehen und wachsen.